Über Rob Alef

Rob Alef
Die Entscheidung, Krimis zu schreiben ist von meinen Leseerfahrungen ebenso stark geprägt wie die Entscheidung als Jurist zum freiberuflichen Recbtshistoriker zu werden von persönlichen Erlebnissen geprägt war. Aufklärung heißt das missing link, als Überführung des Verbrechers ebenso wie als Versuch, sich aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit zu befreien. Am Anfang Kalle Blomquist, Agatha Christie, die geniale und waghalsige Plotterin, später Mary Hottingers dreibändige Sammlung “Mord” im glückverheissenden schwarz-gelb von Diogenes, dazu Highsmith, Hammett, Sjöwall/Wahlöö und Glauser, der den kargen Dialekt seiner Figuren wie einen Skizzenstift verwendet. Hannes Riffel, der Verleger von “Bang Bang stirbt” sagte nach der Lektüre des Manuskripts, für ihn sei das Science Fiction. Damit konnte ich nichts anfangen, Science Fiction war für mich Literatur mit Raumschiffen. Für mich wichtige Weltenentwerfer allerdings Tolkien und Swift, detailversessen der eine und spöttisch der andere, und natürlich Poe, der dem Unheil des sich vollends aufgeklärt wähnenden 19. Jahrhunderts im Mord und Totschlag auf der Spur war. Dass auch die Geschichte ihre Geschichten erzählt, ist Klischee, hat aber wie viele andere Klischees im Genre seinen Platz. Meine Bücher erzählen vom richtigen Leben und der Umstand, dass darin anthropomorphe Tiere und andere Merkwürdigkeiten auftauchen, soll nicht daran hindern, sie als Gegenwartsliteratur zu verstehen.
...ist Schriftsteller und Autor. Er wurde 1965 in Nürnberg geboren und arbeitet in Berlin als freier Rechtshistoriker. Veröffentlichungen: Bang Bang stirbt (Shayol, 2005), Das magische Jahr (Rotbuch, 2008), Die Wölfe (VGS, 2009). Regelmäßige Texte für die Wahrheit der taz und den Eulenspiegel.

