Über Rob Alef
Die Entscheidung, Krimis zu schreiben ist von meinen Leseerfahrungen ebenso stark geprägt wie die Entscheidung, als Volljurist zum freiberuflichen Rechtshistoriker zu werden vom Unbehagen an der Jurisprudenz geprägt war. Aufklärung heißt das missing link, als Überführung des Verbrechers ebenso wie als Versuch, sich aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit zu befreien.
Am Anfang Kalle Blomquist und Eva-Lotta, bald danach Agatha Christie, die geniale und waghalsige Plotterin, später Mary Hottingers dreibändige Sammlung Mord im glückverheissenden gelb-schwarz von Diogenes, dazu die Highsmith, Hammett, Sjöwall/Wahlöö und Glauser, der den kargen Dialekt seiner Figuren wie einen Skizzenstift verwendet.
Hannes Riffel, der Verleger von Bang Bang stirbt sagte nach der Lektüre des Manuskripts, für ihn sei das Science Fiction. Damit konnte ich nichts anfangen, Science Fiction war für mich Literatur mit Raumschiffen. Für mich wichtige Weltenentwerfer sind allerdings Tolkien und Swift, detailversessen der eine und spöttisch der andere, und natürlich Poe, der dem Unheil des sich vollends aufgeklärt wähnenden 19. Jahrhunderts bei Mord und Wahnsinn bereits auf der Spur war.
Dass auch die Geschichte ihre Geschichten erzählt, ist Klischee, hat aber wie viele andere Klischees im Genre seinen Platz. Meine Bücher erzählen vom richtigen Leben und der Umstand, dass darin anthropomorphe Tiere und andere Merkwürdigkeiten auftauchen, soll nicht daran hindern, sie als Gegenwartsliteratur zu verstehen.
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